Kurztest: HTC Hero – Deutschlands Top-Android
An dieser Stelle ein kleiner Nachtrag, da wir auf Gizmodo noch keinen Test zum Hero hatten. Das hier ist zwar nicht das beste Android-Handy der Welt, aber immerhin das Beste, das man in Deutschland derzeit kaufen kann – das ist schonmal was. Mehr dazu im Test.
Das Hero ist sowas wie der große Bruder des HTC Tattoo. Größer, schneller, besser, mit einem vernünftigen Bildschirm ausgerüstet und teurer. Alle wichtigen Details der HTC-Sense-Oberfläche haben wir bereits beim Test des Tattoo angeschnitten. Wer sich dafür interessiert, sollte sich den Artikel durchlesen.
Unterschied zum Tattoo
- Der Bildschirm ist größer, hat eine höhere Auflösung und ist kapazitiv. 3,2 Zoll und 320 x 480 Pixel gegen 2,8 Zoll und 240 x 320 Bildpunkte beim Tattoo.
- Das Hero ist dicker und größer als das Tattoo.
- Die Kamera hat eine Auflösung von 5 Megapixeln im Gegensatz zum Tattoo mit 3,2.
- Es kostet mit über 420 Euro deutlich mehr.
- Das Hero ist viel schneller und hängt weitaus seltener. Alles geht deutlich flüssiger.
- Der Bildschirm reagiert viel besser.
Verarbeitung und Design
Das Hero wirkt gut verarbeitet und stabil. Es ist gebogen – ähnlich wie das G1 seinerzeit. Wenn man das Gerät vom Weiten sehen würde, dann könnte man es glatt mit dem G1 verwechseln. Der einzige Unterschied ist, dass das Hero keine ausfahrbare Tastatur hat und etwas flacher ist. Dafür hat es den bewährten Trackball, den ich immer noch nicht leiden kann. Warum haben nur so viele Androids diesen blöden Ball?
Bei keinem anderen Handy musste ich bisher befürchten meine SIM-Karte beim Einlegen zu zerstören. Nachdem ich mit etwas Mühe die Rückseite, welche übrigens gleich an mehreren Stellen verschlossen ist, entfernt hatte, wollte ich meine SIM-Karte einsetzen. Leichter gesagt als getan. Das Hero hat einen dieser SIM-Karten-Slots, der nach oben aufgeschoben werden kann, um darin die Karte abzulegen. Blöd nur, wenn diese einfach nicht reinpasst und man sie mit Gewalt reinschieben muss. Zwischendurch hatte ich wirklich Angst, dass sie zerbricht.
Guter Touchscreen, schnelles Handy
Das Hero ist ganz im Gegensatz zum Tattoo wirklich schnell. Es reagiert fast umgehend und die typischen Android-Hänger sind verkraftbar. Ganz anders als sein schwachbrüstiger Bruder hat man bei dem Gerät das Gefühl, als hätte es paar Pferdchen mehr unter der Haube.
Der kapazitive Touchscreen ist viel empfindlicher als der resistive des Tattoo und wirkt auch viel edler. Außerdem ist er dank seiner höheren Auflösung viel übersichtlicher. Schwierig wird es nur, wenn man die virtuelle Tastatur benutzen möchte. Dort vertippt man sich sehr leicht, selbst wenn man eigentlich auf den richtigen virtuellen Buchstaben gedrückt hat. Nach welchem System der Bildschirm auswertet welcher Knopf gedrückt wurde, ist mir teilweise ein Rätsel.
Fazit
Regelmäßige Gizmodo-Leser werden sich an mein Fazit zum HTC Tattoo erinnern. Alles was das Tattoo nicht hat, hat das Hero. Es hat den kapazitiven Touchscreen, es ist schön schnell und es ist das derzeit beste in Deutschland erhältliche Android-Handy. Dafür ist es teurer. Wer absolut ungeduldig ist und sich paar Euro gegenüber dem Motorola Droid sparen möchte, kann bedenkenlos zum Hero greifen. Ansonsten ist Warten angesagt: So gut das Hero auch ist, das Droid ist besser! Wer auf der Suche nach einem Gerät mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis ist, sollte lieber das Tattoo nehmen. [Maxim Roubintchik]
Sense Oberfläche.
Gut verarbeitet.
Kapazitiver Touchscreen.
Schnell.
Das Droid ist besser, aber derzeit nicht erhältlich.
SIM-Karten-Slot ist gefährlich.
Virtuelle Tastatur.












